Entwicklungstrauma und systemische Traumatherapie

Ist der Umgang mit Mutter und Vater oder in anderen Beziehungen oft schwierig? Bist Du leicht beunruhigt, fühlst Dich unter Druck gesetzt oder willst jedem alles recht machen?

 

Viele Menschen haben frühe Verletzungen erfahren, aufgrund von Vernachlässigung, Einsamkeit bis hin zu Missbrauch. Das nennt man in der modernen Psychologie Entwicklungstrauma. Es entsteht durch sich wiederholende negative Ereignisse, die ein Kind in extreme Hilflosigkeit und Verzweiflung stürzen. Dies ist zu unterscheiden vom Schocktrauma, das durch ein einmaliges katastrophales Erlebnis entsteht.

 

Das Nervensystem eines jeden Menschen reagiert auf solche extremen Erlebnisse mit innerer Spannung, Stress und Verdrängung der eigenen Gefühle, der Erlebnisse, aber auch der eigenen wahren Bedürfnisse ins Unterbewußtsein (Abspaltung). Das Kind resigniert, dem Erwachsenen bleibt ein ständig erhöhtes Stresslevel und ein Unvermögen sein Potential zu entfalten als Folge des familiär Erlebten. Wir bemerken es oft nicht, da wir es so gewohnt sind. Wir funktionieren also erst mal prima! Manchmal merken wir erst, dass etwas nicht stimmt, wenn wir krank werden. Und dies kennen wir gut: in ähnlichen Situationen wie damals sind wir plötzlich handlungsunfähig, wie erstarrt, wieder alleingelassen und reagieren mit Gefühlen und Denkmustern, die damals hilfreich waren, uns heute aber mehr schaden als nutzen.

Denn die Situation ist heute eine andere: Wir sind erwachsen, selbstbestimmt und frei! Dies können wir zur Veränderung nutzen!!

 

Es wird also klar, dass „Entwicklungstraum“ etwas mit unserem Familiensystem zu tun hat, dort ist es zumeist entstanden. Durch die „Systemische Traumatherapie gelangt der Klient sehr schnell und tiefgehend an den Kern der ursprünglichen Verletzung und zu den beteiligten Personen. Oft sind das die Eltern und Ureltern, die auch Beachtung, Würdigung und Heilung brauchen. Oder auch mal ein klares Wort, klare Grenzen. Die im Unterbewußtsein verborgenen Gefühle und Bedürfnisse zum Thema werden erlebt. Durch einen neuen emotionalen Input, machen Sie neue Erfahrungen, die eine Umstrukturierung der neuronalen Verknüpfungen, d.h. der automatischen Denkmuster, bewirken.

 

Dabei werden die großen Themen Selbstwert und Ehrlichkeit auf radikale Weise erlebt und gelebt. Wenn wir uns verändern, verändern sich erstaunlicherweise auch die anderen Beteiligten im System.

 

 

Wie läuft eine Sitzung ab?

 

Sie arbeiten mit Ihrem aktuellen schwierigen Thema, dies kann die Partnerschaft oder eine Krankheit, eine aktuelle Angst oder Misserfolg sein. Die im Unterbewußtsein gespeicherten Bilder und Gefühle dazu werden aktiviert und erlebt. Ich führe den Prozess intuitiv und halte den „roten Faden“ und die Konzentration. Es entsteht eine nahe Kommunikation, die aus der Intuition und dem Unbewußten fließt, nicht über den Verstand abläuft. Der Ursprung des Gefühls und die damals beteiligten Personen werden erlebt, das ist die alte Erfahrung. Durch einen neuen Input heute entstehen neue Gefühle und Zusammenhänge. Das kann sein (Beispiele): was brauchst Du und was braucht der andere? Was kann in der Situation hilfreich sein? Dies ist ein sehr kreativer Prozess. Es handelt sich um einen systemischen Ansatz ähnlich der Familienaufstellung. Der Prozess ist zu Ende, wenn ein gutes Bild/Gefühl zur Situation entsteht und so in Freude akzeptiert wird. Das veränderte Erleben wird im Gehirn abgespeichert und die alten dysfunktionalen Muster können losgelassen werden, was automatisch passiert.

Die Sitzung erfolgt mit Leichtigkeit und Wertschätzung.